Auf der Rückseite sind ein LNB-Eingang und ein durchgeschleifter LNB-Ausgang, eine RS232-Schnittstelle, zwei Scartbuchsen, eine S-Video-Buchse und 5 Cinch-Buchsen vorhanden. Außerdem ist hier der Hauptschalter des Gerätes untergebracht. Die Cinchbuchsen sind mit folgenden Funktionen belegt: Composite-Ausgang, Audio L & R -Ausgang, 0/12V Schnittstelle und ein koaxialer SP/DIF-Ausgang. Ein optischer Ausgang ist leider nicht vorhanden.
Vergleicht man die Rückseite mit dem Zehnder DX5020 so fällt einem auf, dass diese bis auf die RF Ein- und Ausgänge identisch sind. Da die aktuelle Softwareversion des Zehnders 3.81p heißt und die dieses Gerätes 3.83p ist anzunehmen, dass die Geräte - bis auf den RF-Teil, die CI-Slots und die etwas anders angeordnete Front - baugleich sind.
Auch eine Ausrichtung mit einem eingestellten Programm ist nicht empfehlenswert. Man bekommt es zwar hin, dass man den Datenstrom vom Satelliten empfängt. Die Feinabstimmung wird aber zum Geduldsspiel. Ist kein Signal vorhanden zeigt der Receiver "kein Signal" an. Ist es zu schwach wird "kein Videosignal" angezeigt. Da der Receiver sich erst auf den MPEG2-Stream synchronisieren muss während man die Schüssel hin und herschwenkt kann es unter Umständen sehr lange dauern bis man ein Bild hat.
Es ist zu empfehlen einen analogen Receiver anzuschliessen, damit den Satelliten zu suchen. Die Schüssel so auszurichten, dass man keine "Fische" mehr im Bild hat und dann den digitalen Receiver anzuschliessen.
Unten in den Menüs wird immer angezeigt, welche Tasten man benutzen kann. Zur Programmwahl, bewegt man sich mit den Pfeiltasten durch das Menü und wählt das gewünschte Programm mit der "OK"-Taste aus. Mit einer Art "Bild auf" und "Bild ab"-Taste kann man seitenweise durch die Programme blättern. Eine Seite besteht aus 10 Programmen.
Der Programmwechsel dauert ca. 0,5-1s. Liegt das ausgewählte Programm in einem anderen Bouquet dauert der Wechsel etwas länger. Subjektiv gesehen liegen die Umschaltzeiten in einer akzeptabelen Zeit. Man hat das Gefühl, dass das Gerät die Sender zügig wechselt. Man braucht übrigens keine Sender zu suchen. Der MDS 4000 FH hat von Werk aus ca. 350 Programme (verteilt über alle Satelliten) eingespeichert.
Links stehen Sendernummer und Sendername, rechts daneben der Bouquetname. Rechts unten in der großen Box steht der Satellitenname, darüber der Transponder. In der Reihe darüber sind ein paar - in der Bedienungsanleitung nicht näher erläuterte - Symbole. Schätzungsweise bedeutet das Linke, dass dieses Programm über einen EPG verfügt. Das Rechte bedeutet, dass es momentan nicht mit einer Kindersicherung versehen ist. über der großen Box ist eine weitere, die Auskunft über die aktuelle Sendung gibt. Diese Box erscheint nur, wenn das Programm einen EPG hat. Rechts neben der großen Box, sind drei kleine. Sie geben Auskunft über Tonformat, Sprachen und die aktuelle Zeit.
Beim Aufrufen dieser Seite startet das Programm immer um 0:00 Uhr. Das ist nicht unbedingt besonders sinnvoll, da man selten nachts fernsieht. Wünschenswerter wäre hier eine Startzeit ab 8:00 Uhr oder noch besser konfigurierbar. Ein Druck auf die "OK"-Taste markiert die aktuelle Sendung, sofern der EPG, die Tagesinformationen schon empfangen hat. Zur aktuellen Sendung werden Detailinformationen geladen und dargestellt, sofern welche ausgestrahlet werden. Mit den Tasten "Rechts" und "Links" kann man die Tage weiterblättern. Wenn man eine Sendung aufzeichnen möchte, markiert man diese und drückt die "REC"-Taste auf der Fernbedienung. Es erscheint ein Menü, in dem die Startzeit und Dauer eingetragen ist. Man kann sie zwar manuell ändern, allerdings wird nur die Startzeit korrekt übernommen und die Dauer auf ca. 90 Stunden gesetzt. Man ändert die Daten besser später im Timer-Menü. Manchmal hat dieser EPG auch ein paar Darstellungsprobleme und zeigt Tage bzw. Sendungen doppelt an. Eventuell werden die Fehler aber nach einem Softwareupdate behoben. Für den laufenden Betrieb sind sie zwar ein bisschen lästig, aber nicht weiter schlimm.
Der Programmübergreifende EPG zeigt in der oberen linken Ecke das Bild des aktuellen Programms an. Im unteren Bereich werden die Sendungen von 4 Programmen dargestellt. Mit den Pfeiltasten kann man durch die Programme oder an der Zeitleiste entlangscrollen. Man kann auch die "Bild auf/ab"-Tasten dazu benutzen um immer 4 Programme weiterzublättern. Mit einem Druck auf die "INFO"-Taste kann man Detailinformationen zu der selektierten Sendung abrufen bzw. nachladen. Drückt man auf "Rec" kann man die selektierte Sendung aufnehmen. Allerdings besteht hier das gleiche Problem wie bei dem programmbezogenen EPG. Bei manueller änderung wird die Dauer nicht korrekt übernommen.
Im Bild wird eine Info-Box eingeblendet. In dieser Box wird angezeigt, was gerade aufgezeichnet wird, auf welchem Programm und wie viel Platz auf der Festplatte noch frei ist (in GB und in geschätzter Aufnahmedauer). über den Informationen ist eine Art Scrollbar. Auf der linken Seite steht die Information, an welcher Position der Aufnahme man sich befindet (bei einer Pause anfangs bei 00:00:00) und wie lang die Aufnahme momentan ist. Die Länge wächst natürlich immer mit. Mit einem Druck auf die "Play"-Taste setzt das Programm an der Stelle fort, an der es angehalten wurde.
Nun kann man nach Lust und Laune in der (noch laufenden) Aufnahme hin und herspulen. Dazu kann man die Tasten "Fast Forward" und "Fast Rewind" benutzen, oder auch das Steuerkreuz. Die Spultasten schalten die Spulgeschwindigkeit mit mehrmaligem Drücken um. Laut Beschreibung 2x, 4x und 16x. Mit dem Steuerkreuz bewegt man den Schieber auf dem Scrollbar. Letzteres geschieht allerdings nur mit Standbild. Das heißt, dass man während des Verschiebens zwar sieht, an welcher Zeitposition man sich gerade befindet, aber nicht das dazu passende Bild sieht. Erst wenn man das Steuerkreuz wieder loslässt wird das Bild des aktuellen Zeitpunkts angezeigt. Das normale Spulen erfolgt mit Bild.
Will man letztendlich mit dem Timeshifting aufhören drückt man die "Stop"-Taste. Es ercheint ein Dialog, der fragt, ob man die laufende Aufnahme speichern will oder nicht.
Es wird die Größe und der Name der Aufnahme angezeigt. Die Aufnahme läuft im Hintergrund aber immer noch weiter, so dass bei versehentlichem Betätigen der "Stop"-Taste die Aufnahme nicht unterbrochen wird. Mit "Abbrechen" gelangt man wieder in den Timeshift-Modus der noch laufenden Aufnahme. "Nein" bricht die Aufnahme, ohne zu speichern ab.
Die anderen Möglichkeiten für Timeshifting sind die "Rec"-Taste zu drücken, oder eine Timer-Aufnahme im Nachhinein zu starten.
Drückt man die "Rec"-Taste wird das aktuelle Programm auf Festplatte mitgeschnitten. Man sieht dabei das Livebild. Trotzdem hat man die Möglichkeit in der Aufnahme zurückzuspulen (falls man sich z.B. etwas nochmal ansehen will).
Bei einer Timer-Aufnahme schaltet sich der Receiver ein und geht in den "Pause"-Modus. Kommt man also während der Aufnahme nach Hause kann man sofort anfangen den aufgenommenen Film zu gucken. Dabei hat man die Möglichkeit die lästigen Werbepausen zu überspringen. Kommt man beispielsweise eine halbe Stunde nach Anfang des Filmes nach Hause hat man eine halbe Stunde zum überspringen der Werbepausen gut.
Das Stammmenü besteht aus folgenden Punkten: Programmverwaltung, Programmführer, Timer, Installation, Geräteinformationen und Video Verwaltung.
Bei den Aufnahmetimern hat man die Wahl zwischen einmaligen, täglichen, wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Aufnahmen. Während die ersten drei Möglichkeiten ja noch Sinn machen und auch monatliche Aufnahmen noch zu einem gewissen Grad sinnvoll sind, hätte man statt der jährlichen Timer lieber einen Timer von Montag bis Freitag einrichten sollen.
Unter dem Punkt Antennenkonfiguration kann man seinen LNB-Typ einstellen. Der Punkt Werkseinstellung setzt das Gerät in seinen Auslieferungszustand zurück.
Bei dem Punkt Software-Upgrade fängt das Gerät an, auf dem aktuellen Satelliten nach Software-Upgrades zu suchen. Nach einigen Minuten beendet sich die Suchroutine, falls keine neuere Software gefunden wurde.
Drückt man auf die "Menü"-Taste erscheint ein Popup-Menü. Hier stehen Aktionen wie Wiedergabe, Sperren, Verschieben, Löschen, Lösche Festplatte und Umbenennen zur Verfügung. Das Menü bezieht sich nicht auf die vorher selektierte Datei, sondern man wählt eine Aktion aus und dann selektiert man die Datei, mit der man diese Aktion durchführen will.
Will man beispielsweise eine Datei löschen selektiert man "Löschen" im Menü an und selektiert die zu löschenden Dateien. Die Dateien werden mit einem "X" markiert. Beim Verlassen der Video-Verwaltung wird man dann gefragt, ob man die Dateien wirklich löschen möchte.
Wenn man eine Datei umbennenen möchte, öffnet sich ein Eingabefeld, das ein wenig an die "Highscore"-Eingabe von älteren Computerspielen erinnert.
Man muß sich mit dem Steuerkreuz zwischen den Buchstaben bewegen und drückt dann auf die "OK"-Taste zum übernehmen des Buchstabens. Dies ist zwar nicht sehr komfortabel, aber auch nicht unbedingt schlechter als die Eingabe einer SMS auf dem Handy.
Die Wiedergabe von Videos aus dem Normalbetrieb heraus ist auch möglich indem man einfach die "Play" Taste drückt. Im Live-Bild wird dann ein Pop-Up-Menü mit den vorhandenen Filmen eingeblendet.
Die Bugs die in dem Artikel beschrieben sind beziehen sich auf die Software-Version 3.83p. Es kann sein, dass sie bei späteren Softwareversionen nicht mehr auftreten.
Diesen Artikel könnt Ihr gerne nach belieben kopieren oder wenn Ihr Lust habt auf Eure Homepage stellen.
Uwe Hetman

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